HÄUFIGE FRAGEN

Kommt Psychotherapie für mich überhaupt in Betracht?
Seelische Probleme können die Ursache krankheitswertiger Störungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln sein. Probleme oder Konflikte können zu Depressionen oder Angststörungen führen, manchmal auch zu körperlichen Funktionsstörungen, für die keine organische Ursache gefunden werden kann. Das wichtigste Kriterium für eine Psychotherapie ist das eigene subjektiv empfundene Leid, aus dem heraus die Motivation zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst, dem eigenen Lebensstil und der eigenen Geschichte resultiert. Manchmal ist keine völlige Heilung, aber eine Linderung der Symptomatik und des Leidensdrucks möglich. Auch seelische Reaktionen als Folge schwerer chronischer Krankheitsverläufe können durch eine Psychotherapie gelindert werden.

Patienten, die eine Psychotherapie machen wollen, müssen selbstkritisch und in der Lage sein, sich und ihr Denken/Verhalten hinterfragen zu lassen. Sie müssen an sich arbeiten und sich ändern wollen und sich bemühen, ihre Probleme zu lösen. 
Psychotherapeuten kennen verschiedene Methoden, um ihre Patienten anzuleiten, die Symptome reduzieren zu lernen. Auf welche Weise ein Patient dies tut, kann sehr unterschiedlich erfolgen. Den Verlauf einer Therapie kann ich Ihnen nicht vorhersagen. Ich kenne mich gut aus mit verschiedenen seelischen Problemen und Konflikten und unterstützen Sie darin, individuelle Wege für sich zu finden. Ich bemühe mich, Ihnen zu helfen, „das Schwere leichter zu machen“.

Wie wirkt Psychotherapie und welche Verfahren gibt es?
Mittlerweile gibt es eine Fülle unterschiedlicher Therapieverfahren, die sich jeweils im Weltbild, Krankheitskonzept und Methode unterscheiden. Alle Verfahren haben die Heilung psychischer Störungen zum Ziel. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden zurzeit psychoanalytisch orientierte Verfahren (Psychoanalyse, tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie) und Verhaltenstherapie anerkannt und bezahlt. 
Während die Wirksamkeit psychotherapeutischer Verfahren lange Zeit als unbewiesen galt, weisen neuere Erkenntnisse der bildgebenden Neurophysiologie tatsächlich strukturelle Veränderungen im Gehirn unter Psychotherapie nach.
 Verhaltenstherapie geht davon aus, dass einmal gelernte und als störend oder belastend erlebte Verhaltensweisen durch alternative, weniger belastende Verhaltensweisen abgelöst werden können. Besonders wirksam ist sie bei Essstörungen, schweren Angststörungen und Phobien (Vermeidungsverhalten) sowie Zwangserkrankungen.
 Die Psychoanalyse sucht die Wurzel der aktuellen Probleme in unbewältigten Blockaden oder Konflikten, die oft in der Kindheit ihre Wurzeln haben. Deshalb führt sie sehr ausführlich in die Kindheit zurück, in die Träume, ins Unbewusste. Dabei geht eine Analyse oft über mehrere Jahre mit einer Frequenz von 3-4 Sitzungen pro Woche.
 Bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie handelt es sich um eine Art „kleine Analyse“. Hier ist nicht die Aufarbeitung der gesamten Lebensgeschichte das Ziel, sondern die Bearbeitung eines bestimmten Konfliktes, dessen Wurzeln in der Vergangenheit liegen, der sich aber noch störend in der Gegenwart bemerkbar macht. Häufig werden durch traumatische Erfahrungen solche kindlichen Konflikte reaktiviert, die scheinbar bewältigt schienen, aber die Kompensationsfähigkeit beeinträchtigen.

Wird Psychotherapie von der Kasse bezahlt?
Psychotherapie ist mittlerweile eine Kassenleistung. Für eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie werden max. 80 (in Ausnahmefällen 100) Sitzungen genehmigt.

Worauf lasse ich mich ein, wenn ich eine Therapie mache?
Eine Psychotherapie dauert in der Regel 1-2 Jahre. In dieser Zeit haben Sie idealerweise einmal wöchentlich eine Therapiesitzung über 50 Minuten

.

Wie finde ich den richtigen Therapeuten?
Bei Ihrer Krankenkasse und der Kassenärztlichen Vereinigung bekommen Sie Listen aller Therapeuten mit Kassenzulassungen

Wie bekomme ich einen Termin?
Die meisten Psychotherapeuten arbeiten in kleinen Praxen ohne Sprechstundenhilfe

. Sie haben meist ein oder zweimal pro Woche eine telefonische Sprechzeit.

Was muss ich mitbringen?
Da Psychotherapie eine Kassenleistung ist, brauchen Sie wie bei jedem Arztbesuch Ihre Versichertenkarte